
Resistenz bedeutet, dass ein Krankheitserreger gegenüber einem Antibiotikum
unempfindlich ist, und zwar bei Wirkstoffkonzentrationen des Antibiotikums,
die bei Behandlung im Körper üblicherweise erreicht werden können.
Bestimmte Antibiotika wirken bei bestimmten Keimen nicht. Das liegt an dem
von vornherein sehr unterschiedlichen Aufbau und Stoffwechsel der Bakterien.
In diesem Fall spricht man von natürlicher Resistenz.
Resistenzen können aber auch während der Behandlung mit Antibiotika
entstehen, hier spricht man von erworbener Resistenz. Die Gefahr einer Resistenzbildung
während der Behandlung ist besonders groß, wenn das Antibiotikum
nicht richtig eingenommen wird, z. B. zu niedrig dosiert, zu unregelmäßig
oder zu kurz. In diesem Falle können die unempfindlicheren Bakterien überleben
und sich weiter vermehren, sie werden regelrecht „herangezüchtet“.
Problematisch sind Resistenzen besonders dann, wenn ein Bakterium gegenüber
einer Vielzahl von Antibiotika resistent ist. Im Extremfall ist kein Antibiotikum
mehr gegen einen bestimmten Keim wirksam.
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