Welches Antibiotikum der Arzt im Einzelfall verordnet,
hängt von mehreren Faktoren ab:
Prinzipiell kann im Labor festgestellt werden, gegenüber welchen Antibiotika
ein Krankheitserreger empfindlich ist.
Dazu schickt der Arzt gewonnene Krankheitserreger (z. B. durch
Abstrich) an ein Labor. Dort können dann verschiedene Tests durchgeführt
werden. Die Bestimmung des Krankheitserregers dauert einige Tage.
Oft ist es jedoch notwendig, mit der Behandlung sofort zu beginnen. Dann wird vom Arzt
anhand der Symptome ein Antibiotikum ausgewählt, das gegen typische Erreger
der Erkrankung wirkt bzw. ein breites Wirkspektrum besitzt. In den meisten
Fällen wirkt diese Therapie, so dass eine Laboruntersuchung nicht nötig ist.
Damit ein Antibiotikum erfolgreich eingesetzt werden kann, müssen am Ort der Infektion ausreichend hohe Konzentrationen des Wirkstoffs erzielt werden. Zum Beispiel bei Infektionen im zentralen Nervensystem ist das nicht bei allen Antibiotika der Fall.
Arzneimittelunverträglichkeiten wie z.B. Allergien müssen bei der Verordnung beachtet werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bestimmte Arzneimittel nicht vertragen!
Damit der Arzt eventuelle Wechselwirkungen erkennen kann, teilen Sie ihm bitte mit, welche Medikamente sie zur Zeit sonst noch einnehmen – auch wenn sie nicht verschreibungspflichtig sind!
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